Ästhetische Chirurgie

Die Zahl der Mitmenschen, die sich einem ästhetischen Eingriff unterziehen, steigt stetig an. Nicht nur der steigende Bekanntheitsgrad der möglichen chirurgischen Veränderungen, sondern die allgemeine gesellschaftliche Akzeptanz dieser Eingriffe ermöglicht den Menschen, offener damit umzugehen.

Die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten sind so vielseitig geworden, das zu nahezu jeder Problemstellung ein geeignetes Verfahren zur Verfügung steht, die Ausstrahlung und die Attraktivität positiv zu beeinflussen.

In vielen Fällen führt eine größere Zufriedenheit mit sich selbst zu einem gestärkten Selbstbewusstsein im Umgang mit anderen Menschen.

Weitere Informationen zu den entsprechenden Behandlungen finden Sie hier:

Narbenkorrektur

Jede Verletzung der Haut hinterlässt eine Narbe. Im besten Falle verblasst diese nach der Abheilung zu einem fast unsichtbaren Strich. In manchen Fällen entstehen auffällige Narbenplatten oder ästhetisch störende, wulstige, schmerzende und juckende Stränge (Keloide).

Das Erscheinungsbild von ausgeheilten Wunden, also Narben, wird im Wesentlichen von drei Faktoren bestimmt. Vom Hauttyp, von der Lage der Narbe und von der Operationstechnik (falls die Narbe im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs entstanden ist).
Der Hauttyp, auf dem eine Narbe entstanden ist, kann nicht geändert werden, wohl aber der Verlauf. Narben die aufgrund von Verletzungen quer zu den natürlichen Hautlinien liegen, werden im Heilungsverlauf deutlich auffälliger als solche, welche längs der Hautlinien verlaufen. Diese Narbenrichtung kann oft auch im Nachhinein verbessert werden und hat dann in Verbindung mit sorgfältiger Operationstechnik eine unauffälligere Narbe zur Folge.
Je nach Art und Lokalisation einer Narbenwucherung stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Für Narben im Gesichtsbereich ist die Umschneidung und Veränderung der Lage der Narbe in die natürlichen Gesichtsfalten eine effektive Methode . In seltenen Fällen kann die Einbringung von Wassergefüllten Kissen (Expandern) zur vorsichtigen Gewebsdehnung erforderlich sein, wenn an der Narbenstelle nicht genug gesunde Haut aus der Umgebung zum Wundverschluss zur Verfügung steht.

Sollten Sie zu Narbenwucherungen neigen, ist es empfehlenswert, frische Verletzungen oder Narben nach Möglichkeit nicht direktem Sonnenlicht auszusetzen, um Verfärbungen zu vermeiden. Dies gilt inbesondere nach der Entfernung einer Narbenwucherung.

Die meisten störenden Narben lassen sich problemlos in einer örtlichen Betäubung korrigieren. Je nach Ausmaß des Befundes kann eine solche Behandlung auch in Dämmerschlaf (Sedierung/Analgosedierung) oder Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) erfolgen und ggfs. in unserer Belegklinik durchgeführt werden.

Entfernung störender Hautveränderungen

Nicht jede Hautveränderung im Gesicht ist krankhaft, so lästig sie auch sein mag.

Da unserem Gesicht im ästhetischen Empfinden eine besondere Rolle zukommt, ist der Wunsch nach einem attraktiven Aussehen verständlich.

Mit der Hochfrequenzchirurgie steht ein Verfahren zur Verfügung, das zur narbenfreien und schonenden Entfernung vieler Arten von gutartigen Hautveränderungen wie z.B. Fibrome, gestielte Warzen oder Altersflecken genutzt werden kann. Zur Behandlung ist meist nur eine Oberflächenbetäubung durch Salbe, seltener eine örtlicher Betäubung notwendig.

ABB. 01: Fibrom der Gesichtshaut vor (links) und nach Behandlung

ABB. 02: Gestielte Warzen vor (links) und nach Behandlung

ABB. 03: Altersflecken, hier an der Hand, vor (links) und nach Behandlung

Bei Interesse beraten wir Sie gerne persönlich zu den unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten, die sich aus der Art und dem Ort einer Hautveränderung ergeben. Bitte sprechen Sie uns einfach an.

Faltenbehandlung

Auch die Haut des Menschen unterliegt Alterungsvorgängen, die die Spannung der Haut herabsetzen (sog. Elastose). Aber auch Umwelteinflüsse, übermäßige Sonneneinstrahlung, Stress und Nikotin können dazu beitragen, dass die Gesichtshaut altert. Unschöne Falten sind das Resultat.

Nach der betroffenen Region wird zwischen horizontalen Stirnfalten (gerade verlaufende Stirnfalten), Glabellafalten (sog. Zornesfalten, senkrecht verlaufende Falten in der Stirnmitte), Krähenfüßen (sternförmige Falten um die äußere Augenregion), Suborbitalfalten (Falten unter dem Auge), Oberlippenfalten, Hals- und Decolletéfalten (Falten im Ausschnitt) unterschieden. Sogenannte Mimik- oder Knitterfalten entstehen dort, wo die Gesichtsmuskulatur zur Erzeugung des Gesichtsausdrucks täglich besonders aktiv ist, also besonders in der Augen- und Mundregion.

Um ästhetisch störende Falten zu glätten, stehen heute verschiedene Methoden zur Verfügung.

Für Mimikfalten im Bereich von Stirn und Augen bietet sich die Behandlung mit Botulinumtoxin A an. Dieses pharmazeutische Produkt wird mit einer feinen Kanüle gezielt in einzelne Muskelstränge eingebracht. Die mimische Muskulatur im behandelten Bereich wird für einen langen Zeitraum geschwächt und somit die Ursache für die störende Falte vorübergehend eliminiert. Die Wirkung von Botulinumtoxin setzt nach 24-72 Stunden ein, erreicht ihr Maximum nach 1-2 Wochen und hält 3-8 Monate an.

Eine Botoxbehandlung stellt eine sehr effektive und gleichzeitig schonende Behandlungsmethode dar. Doch auch wenn zu Ihrer Anwendung keine Hautschnitte erforderlich sind, ist die Behandlung nicht gänzlich frei von Risiken. Eine genaue Kenntnis der Anatomie im Kopf-Hals Bereich und der Lagebeziehungen von Muskeln, Nerven und Blutgefässen zueinander ist für den sicheren Umgang mit diesen Substanzen notwendig. Speziell mit der Botulinumtoxin-Behandlung können unerwünschte Muskellähmungen bewirkt werden, die zum Herunterhängen der Lider oder Brauen führen.

 


ABB. 01: Jugendliche, nahezu faltenfreie Gesichtshaut
ABB.02: Alternde Gesichtshaut mit Stirnfalten, Glabellafalten und Krähenfüßen